Online Auktionen: Swoopo im Porträt

Internet — Von Theme-Observer am 10.06.2010 um 10:58

[Trigami-Review]swoopo_logoNotebooks, Kameras, Unterhaltungselektronik aller Art. Diese Dinge kann man auf der Auktionsplattform von Swoopo ersteigern. Eine weitere Autionsplattform im Internet neben dem Dickschiff Ebay. Einfach nur ein Klon? Oder ist mehr dran an diesem Internetdienst? ThemeObserver hat sich das System im Auftrag von Trigami einmal angesehen…

Der Anbieter selbst bezeichnet das Swoopo-System als “Schnäppchenjagd”. Doch bevor man auf die Jagd gehen kann, muss zunächst einmal eingekauft wderden. Denn anders als bei Ebay müssen hier zunächst “Bids” gekauft werden. Das heißt: geboten werden kann nicht umsonst. Für jedes Gebot muss man einen Bid zahlen. Ein Bid hat den Wert von 50 Cent. Bids werden in Paketen verkauft. Der Einstieg beginnt bei 20 Bids (Paket “S”). Wer so richtig steigern will, muss für 500 Bids (das größte Paket “XXL”) immerhin stolze 250 Euro auf den Tisch legen. Ein echtes Brett für Menschen, die nur mal eben eine Digitalkamera ersteigern wollen. Dennoch: mit 20 Bids hat man zehn Euro bezahlt, ein sanfterer Einstieg.

swoopo-screenSobald die Bids bestätigt wurden kann es losgehen. Im Prinzip sieht eine Autkionsseite aus, wie man es kennt: Produktfoto, verbleibende Zeit zum Steigern, der Gebotsverlauf, der aktuelle Gebotspreis.. Darunter ein Text mit den Details zum Produkt. Schön gemacht beo Swoopo: die Seite ist sehr übersichtlich aufgebaut und gut strukturiert, hier findet man sich leicht zurecht. Weit besser als die teilweise sehr unaufgeräumten Ebay-Angebotsseiten. Schön auch unten am Fuß der Seite: Infos zu Zahlungsmöglichkeiten, Rücknahme, Versand und so weiter.

Die Auktion selbst: Wenn Sie den “Bieten”-Knopf drücken, erhöht sich der Gebotspreis. Außerdem springt die Uhr wieder ein Stückchen höher – wie bei der klassischen Auktion kann so lange geboten werden, wie Wettbewerber dabei sind. Die Auktion endet nicht nach einer bestimmten Zeit, sondern erst dann, wenn niemand mehr bietet. Also: wenn niemand mehr bietet, läuft die Stoppuhr auf Null. Waren Sie der letzte Bieter, haben Sie die Auktion gewonnen.

Bei einer gewonnen Auktion zeigt Swoopo dann an, wieviel geld Sie gegenüber dem “vollen Preis” gespart haben. Laut Anbieter sparen Swoopo-Auktionsgewinner “65 Prozent gegenüber dem handelsüblichen Preis”. Was dieser handelsübliche Preis ist, verrät Swoopo nicht. Sollte es sich um die so genannte Preisempfehlung der Hersteller handeln: diesen zahlt man auch in normalen E-Commerce-Shops nur in den seltensten Fällen. Preisvergleichsseiten zeigen Shops, die gerade Unterhaltungselektronik zu Kampfpreise rausfeuern. Vergleichen lohnt sich also immer!

Online Auktionen bieten seit einiger Zeit auch Möglichkeiten zum Direktkauf, auch Swoopo: der blaue “Kaufen”-Knopf in einer Auktion heißt: hier müssen Sie nicht bieten, Sie können beim Internetauktionshaus sofort kaufen. Der über dem Button angezeigte Preis muss dann bezahlt werden. Das Besondere: alle für diese Auktion eingesetzten Bids werden Ihnen auf den Kaufpreis angerechnet.

Das Online Auktionshaus bietet noch mehr Infos auf der eigenen Siete: Swoopo Myths&Facts und Swoopo Guide. Alle Infos auf einen Blick hat der Anbieter auch in einem übersichtlichen Video zusammegstellt:

Der Eindruck: Swoopo fällt in den Bereich Entertainment Shopping. Ein bisschen bunt, ein wenig Nervenkitzel. Übrigens: Wer sich Swoopo bei Facebook anschauen möchte, kann das hier tun. Oder Sie schauen sich die Auktionen direkt an: Jetzt zur Startseite.

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